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Behaarte Wicke

(Ervilia hirsuta)

V - IX Home segetale Lebensräume
20 - 60 cm lang indigen LC
Habitus
Synonyme: Vicia hirsuta, Ervum hirsutum, Zweisamen-Wicke, Zitter-Wicke. Therophyt, coll-mont. Kleine weiße Blüten (2-4 mm) in 2-8-blütigen Trauben, behaarte Früchte, der Stängel ist vierkantig. Die Fahne kann vorne etwas violett sein, das Schiffchen weist seitlich violette Flecke auf. Die Blätter haben eine mehrteilige Ranke und etwa 6-8 Blättchenpaare. Die Blättchen sind etwas ausgerandet (Lit).
 
Vicia hirsuta
Aufnahmen: 19.06.2016 Ruderalfläche in Pucking
 
Blütenstand
Die Halblichtpflanze gedeiht an mäßig warmen bis warmen, mittelmäßig nitratreichen Standorten auf trockenen bis mittelfeuchten Böden (Lit).
 
Blüten nah
 
 
Blättchen
 
 
behaarte Früchte
Behaart sind nur die Früchte.
 
behaarte Früchte
Aufnahmen: 04.06.2023 beim Halbtrockenrasen neben einem Acker in Neubau. Koordinaten des Standortes: 48°12'53,54"N, 14°11'20,53"E

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1538. V. hirsuta Koch. (Ervum h. L. Behaartfrüchtige W.)
Wurzel spindelig. Stengel 1 — 2' lang, liegend oder klimmend, ausgebreitetästig, sammt Blättern kahl oder etwas flaumig und trübgrün. Blätter 3—10paarig-gefiedert, mit einer mehrgabeligen Wickelranke, die untersten in eine Stachelspitze endigend. Blättchen lineal oder länglich-lineal, ganzrandig, abgestutzt oder ausgerandet. Nebenblätter ganzrandig, die oberen lanzettlich, die unteren halbspiessförmig, paarweise gleichgestaltet. Blüthenstiele traubig, 2 — 6blüthig, blattwinkelständig, meist kürzer als das Blatt. Kelchzähne pfriemlich, länger als die Kelchröhre und nur wenig kürzer als die Krone. Kronen sehr klein, 1—2''' lang oder nur etwas länger, weiss mit bläulichem Schiffchen. Griffel unter der Narbe schwach behaart. Hülsen kurz, 3 — 5''' lang, 2''' breit, länglich, flaumig, 2 — 3samig, von den Samen knotig, hängend.
Mai — Juli


Auf Saat- und Brachäckern, in Holzschlägen, auf Schutt über den verschiedensten Steinunterlagen sowohl in niedrigen als gebirgigen Gegenden des ganzen Gebietes gemein. Um Linz zunächst unter der Wintersaat auf Aeckern am Freinberge, unter Gebüschen längs dem Donauufer und auf versandeten Aeckern in der Hühnersteige bis zur Bankelmayrüberfuhr u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 281), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.

 

 Letzte Bearbeitung 09.07.2023